Norbert Seidl

Ihr Bürgermeister. 

Miteinander für Puchheim.

"MEINE ZIELE: Es geht in Puchheim darum, die Entwicklung der letzten zehn Jahre mutig

fortzusetzen. Dazu gehört die STADTMITTE genauso wie eine nachhaltige Klimapolitik.

Wir müssen mehr bezahlbaren Wohnraum anbieten und für die Stabilität der Mieten kämpfen.

Für eine positive Entwicklung braucht es Gewerbeflächen und eine Gründer- und Gewerbehof."

Planen.Bauen.Leben

Stadtentwicklung für die Zukunft

„Jede Mieterin, jeder Mieter weiß, dass immer mehr Einkommen für das Wohnen aufgewendet werden muss. Das kann nicht so weitergehen und dagegen müssen wir als Politiker auch auf der kommunalen Ebene etwas tun. Das sehe ich als eine der Hauptaufgaben für mich als Bürgermeister.“

 

Der Zuzug in die Städte hält gerade im Umfeld Münchens ungebrochen an. Der Planungsverband München geht bis 2037 von einem Bevölkerungszuwachs von 10% aus. Das würde für Puchheim ca. 2000 Menschen mehr bedeuten. Puchheim ist mit einer starken sozialen Infrastruktur vor Ort für sehr viele Menschen attraktiv: Jedes Kind in Puchheim erhält einen Kita-Platz! Und die perfekte Lage zwischen Metropole und Fünf-Seen-Land verspricht eine hohe Lebensqualität. In Puchheim ist also gut leben.

Aber wo und wie sollen diese zusätzlichen Puchheimer wohnen oder ihr Geld verdienen? Wer kann sich im Speckgürtel noch ein einigermaßen vernünftiges Wohnen leisten?

Wir haben als SPD im Stadtrat sehr frühzeitig erkannt, dass die Antworten auf diese Fragen wesentlich mit den Verhältnissen auf dem Mietwohnungsmarkt zusammenhängen. Ich habe als Bürgermeister seit 2012 beharrlich für bezahlbaren Wohnraum in Puchheim gekämpft: begonnen mit den Verhandlungen um die GBW-Wohnungen, die dann zum Kauf der Sprengerinstraße führten; über die Beauftragung einer Studie, die die Gründungsgrundlage der WEP GmbH lieferte; bis zur Einrichtung einer interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck. 

Die Stadt Puchheim verfügt mittlerweile über vielfältige Instrumente, um die kommunale Daseinsvorsorge im Bereich Wohnen gestalten zu können. Dies ist ein Ergebnis, das maßgeblich der SPD-Fraktion zuzuschreiben ist. Lassen Sie uns diese Werkzeuge in den nächsten 6 Jahren miteinander intensiv nutzen. Für Puchheim.

Stadt planen

Nachhaltige Flächenpolitik

Boden lässt sich nicht vermehren.. Die Gemarkung Puchheim umfasst 1.224 Hektar, davon sind 41 % als Siedlungs- und Verkehrsfläche "verbraucht". Jede zusätzliche Bebauung und Erschließung geht also auf Kosten der Grünflächen, die für das Klima, die Natur oder die Erholung genauso wichtig sind wie für Landwirte als Anbaufläche. Für eine klimagerechte und gleichzeitig den Ansprüchen einer sozialen gesellschaftlichen Ausgewogenheit verantwortliche Stadtentwicklung braucht es eine nachhaltige, effiziente und dem Gemeinwohl verpflichtete Bodenpolitik. In den letzten zehn Jahren hat Puchheim hierbei insbesondere auf das Prinzip der Innenentwicklung gesetzt. Dadurch haben wir uns für die nächsten Jahrzehnte die Möglichkeit erhalten, eine aktivere Baulandentwicklung nach vorne zu bringen. Dennoch gilt es so zu planen, dass für die nächsten Generationen noch genügend Boden für deren Entwicklung bleibt. 

 

1. Flächennutzung

1998 wurden die Flächen der Gemarkung Puchheim aufgeteilt. Dieser Flächennutzungsplan muss aktualisiert werden angesichts der Herausforderungen der nächsten Jahre (Wohnen, Umweltschutz, Klimawandel, Verkehr, Hochwasserschutz, Gewerbeansiedlung). Wir wollen eine nachhaltige moderate Entwicklung zulassen.

Aus dem Flächennutzungsplan müssen Bebauungspläne neu entwickelt bzw. angepasst werden. (Z.B. Lochhauser Straße). 

 

2. Gewerbe

Für eine finanzstarke Kommune braucht es Flächen für Gewerbebetriebe. Da die Gewerbegebiete in Puchheim voll ausgelastet sind, werden wir neue Flächen ausweisen. Hierfür erscheint der Standort westlich des Gewerbe-gebietes Ikarus geeignet. 

Für die Konversion des Gewerbegebietes Rheinhold&Mahla (Josefstraße) sollen Studien und Entwürfe erstellt werden, die zu einer Realisierung ab 2026 führen können.

 

3. Bodenpolitik

Die Stadt hat trotz extrem hoher Grundstückspreise in den Jahren 2012-2020 weiter aktiv Grundstücksbevorratung betrieben. In der kommenden Stadtratsperiode können diese Liegenschaften für den Wohnungsbau zum Einsatz kommen. Bauträger und Investoren werden nur über das Prinzip SoBoN (Sozialgerechte Bodennutzung) ihre Privatflächen bebauen können. Mit Hilfe eines möglichen kommunalen Zweckverbandes kann für die übernächste Generation Grund gesichert werden.

 

4. Landschaft

Der Eingriff in die Landschaft und der Flächenverbrauch müssen restriktiv und überlegt geregelt werden. Ökologische Ausgleichsflächen, Entsiegelung und die Aufwertung von Grünflächen können das Verhältnis zwischen Bebauung und Natur stabilisieren.

Ein Regionalpark Ost zwischen Olching, Eichenau, Emmering und Puchheim könnte zu einem wichtigen Naherholungsgebiet entwickelt werden.

Stadt bauen

Entwicklung der STADTMITTE und neuer Wohnquartiere

In den nächsten zehn Jahren wird in der Stadt viel gebaut werden (müssen). Während das Bauamt bisher voll ausgelastet war, die Kindereinrichtungen, Schulen, Sportstätten und Verwaltungsgebäude auf Vordermann zu bringen, können nun die Kräfte auf die Neugestaltung der STADTMITTE konzentriert werden. In einem intensiven Bürgerdialog, bei dem sich die SPD Puchheim mit vielen konstruktiven Vorschlägen eingebracht hat, wurden die städtebaulichen Eckpunkte und die architektonischen Entwürfe begleitet. Für die zeitgleich stattfindende Umgestaltung des Alois-Harbeck-Platzes (AHP) haben wir uns von Beginn an für eine mieter- und gewerbefreundliche Übergangslösung während der Bauphase eingesetzt. Die WEP GmbH hat mit dem vorbildhaften ModulHaus in Puchheim-Ort bewiesen, dass sie als kommunale Baugesellschaft in der Lage ist, kostenbewusst und zielgerichtet zu bauen. Für die Entwicklung des Wohnquartiers Alpenstraße ist die WEP als Vorhabenträger gesetzt.

 

1. STADTMITTE

Grüner Markt, Alte Schule, neue Musikschule, Volkshochschule, eine Bibliothek als Treffpunkt, die Straße der Kulturen, der Bildungshof, der Bürgerpark Kennedywiese mit Parkgarage – das sind die Elemente der STADTMITTE Puchheim. Jetzt wird Stück für Stück gebaut. Und die Bürgerinnen und Bürger werden den Prozess begleiten.

 

2.  Wohnquartier Alpenstraße

Das städtische Grundstück an der Alpenstraße wird mit einem neuen Bebauungsplan entwickelt. Dabei soll ein modernes Wohnquartier entstehen, das mit einem innovativen Mobilitätskonzept erschlossen wird, das mit energieeffizienten Bauwerken CO2-neutral betrieben wird und das über neue Kita und Quartiersplätze soziale Infrastruktur vor Ort anbietet. 

 

3. Sanierungsgebiete

Sowohl der Alois-Harbeck-Platz als auch die Planie sind weiterhin im Förderprogramm Soziale Stadt geführt. Die Renovierungen in der Planie müssen weitergehen und auch von den übrigen Immobilienbesitzern geleistet werden. Die Stadt bleibt im Gespräch mit den Hausverwaltungen.

Die SPD Puchheim befürwortet die Neuprägung des AHP, fordert aber auch ein schützendes Übergangsmanagement für Mieter und Gewerbe und stellt sich gegen jede Art der Gentrifizierung des Quartiers.

 

4. Wohnraumentwicklungsgesellschaft WEP mbH

Die WEP mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Bürgermeister Seidl und dem Aufsichtsrat Jean-Marie Leone hat sich als Aufgabe gestellt, bezahlbaren Wohnraum in Puchheim zu verwalten, zu erhalten und neu zu bauen. Mit der WEP wollen wir die Bebauung der Augsburger Straße 4 in Puchheim-Ort oder der Lochhauser Straße (Stingl-Grundstück gegenüber Tedi-Laden) angehen. Aber auch eine Kooperation mit weiteren privaten Investoren kann die WEP kompetent und wirtschaftlich nutzbringend eingehen.

Stadt leben

Weniger Miete vom Netto

Viele Menschen können sich in Puchheim die Miete nicht mehr leisten. Entweder müssen sie wegziehen und viel Geld für die Pendelei in die Hand nehmen, oder sie müssen es mit ihren Kindern in viel zu kleinen Wohnungen aushalten. Es gibt aber auch diejenigen, die als Obdachlose nicht mehr im Mietwohnungsmarkt Fuß fassen können. Und etliche junge Menschen überlegen sich genau, ob sie mit dem Gehalt einer Kindererzieherin oder eines Altenpflegers sich eine Familie aufbauen können. Diese Entwicklung schadet der ganzen Gesellschaft, auch vor Ort in Puchheim. Deswegen setzt sich die SPD Puchheim als Antreiber, Mahner und Antragsteller immer wieder für mehr soziale Gerechtigkeit auf dem Wohnmarkt ein. Diese Aufgabe bleibt sicher in nächsten Jahren Thema Nummer eins.

 

1. Mietpreisentwicklung

Das Aufrechterhalten der Kappungsgrenze und der Mietpreisbremse in Verbindung mit dem Mietspiegel ist das zentrale Element zur Deckelung. Weitergehende Regelungen im Mieterschutz durch den Gesetzgeber würden wir sehr begrüßen. Die Anwendung der Zweckentfremdungssatzung verhindert Leerstand, Tourismusvermietung und Überbelegung in verbotenen Arbeiterwohnheimen.

 

2. Wohnungsmodelle

Beim Neubau sollen insbesondere diejenigen berücksichtigt werden, die sich auf dem überhitzten Wohnungsmarkt nicht mehr zu helfen wissen. Das gilt sowohl für Bezieherinnen und Bezieher von niedrigem, aber auch von mittleren Einkommen. Hier kann über Genossenschaften, Erbpachtmodelle oder Mietkauf auch über Erwerb von Wohneigentum nachgedacht werden. Bei der Neuausweisung von Baurecht muss jedem Bauträger klar sein, dass er einen Teil als bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen muss.

 

3. Wohnumfeld

Für die Stadt muss die Devise gelten: Kein Neubau ohne Wohnung für Personal, Hausmeister oder Neuankömmlinge. Was für das neue Kinderhaus im Wohnpark Roggenstein mit acht Wohnungen klappt, soll auch in der Stadtmitte, im Rathausanbau, im erweiterten Altenheim oder in einer neuen Mittelschule umgesetzt werden. Wir wollen kein Grünwald. Wir wollen ein Miteinander aller Bevölkerungsschichten.

 

4. Beratung

Mieter sind oft hilflos und ratlos, wenn sie mit den großen Immobilienfirmen zu tun haben. Dies kann die Nebenkostenabrechnung betreffen oder eine Kündigung wegen Mietzahlungsverzug. Dafür braucht es unterstützende Mietberatung um z.B. Obdachlosigkeit im Ansatz zu vermeiden. Aber genauso sind viele Vermieter unsicher und teilweise enttäuscht, wenn es um die Vermietung von kleineren Einheiten geht. Auch hierfür sollte es eine Anlaufstelle geben, die fair informiert. Vielleicht lassen sich dann Hausbesitzer auf Modelle wie Wohnungstausch, Hilfe im Alter oder Einliegervermietung wieder ein. Das kann eine win-win-Situation für beide Seiten sein.

#wirlebenSTADT

Puchheims Glück entsteht durch die hier lebenden Menschen. Dazu gehören alle aus den Reihenhäusern, aus der Planie, aus Puchheim-Ort, aus dem Wohnpark Roggenstein oder der Bäumlstraße, aus den freistehenden Bungalows und, und, und. Damit eine stabile gesellschaftliche Entwicklung und eine ausgewogene Sozialstruktur möglich sind, brauchen wir alle Bevölkerungsschichten. 

Deswegen setzen wir uns für bezahlbare Mieten ein.

Deswegen bauen wir neue Wohnungen.

Deswegen stellen wir Wohnraum für Flüchtlinge, Obdachlose und Geringverdienende zur Verfügung.

Für die SPD Puchheim und für mich als Ersten Bürgermeister ist es ureigenste kommunale Aufgabe der Daseinsvorsorge, dass jeder Mensch hier in Puchheim ein Dach über dem Kopf hat und ein angemessenes Leben Arbeitnehmer oder Sozialhilfeempfänger führen kann. 

Wir leben bezahlbares Wohnen. Wir leben ein soziales Miteinander. Wir leben Puchheim.

Norbert Seidl

Ihr Bürgermeister.

Miteinander für Puchheim.

www.facebook.com/NorbertJSeidl

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