Norbert Seidl

Ihr Bürgermeister. 

Miteinander für Puchheim.

"MEINE ZIELE: Wenn es um unser Zusammenleben von Morgen geht, geht es vor allem um einen schützenden Umgang mit der Umwelt um uns herum. Die Natur ist unsere Lebensgrundlage. Jedoch merken wir immer deutlicher, dass wir viel zu lange auf Kosten der Mutter Erde unseren Wohlstand aufgebaut haben. Der Klimawandel ist eine unleugbare Folge dessen. Damit unsere Kinder und die nächsten Generationen weiter in Frieden mit Demokratie und Gerechtigkeit leben können, müssen wir unserer Verantwortung jetzt und vor Ort gerecht werden. Es kann nur eine Richtung geben für unser Handeln: Nachhaltigkeit."

Nachhaltig handeln

Verantwortung für Heute und Morgen übernehmen

„Klimaschutz ist die zentrale Herausforderung für die Politik. Es geht um unsere Art des Lebens und um die Chancen für die nächsten Generationen. Aber wir wissen auch, dass Klimaschutz Geld kostet und dies sich nicht jeder gleich leisten kann. Deswegen müssen die Stärkeren mehr Verantwortung übernehmen. Das verstehen wir unter nachhaltigem Handeln.“

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und bedeutet dort, dass nur so viele Bäume geschlagen werden, wie für die nächsten Generationen wieder nachwachsen werden. Dieser Umgang mit natürlichen Rohstoffen muss das Prinzip für unser Handeln heute und morgen sein, damit wir nicht auf Kosten der Umwelt unserer Kinder leben und wirtschaften. 

Aktuell geht es bei nachhaltigem Handeln insbesondere um die Reduktion von klimaschädlichen CO2-Gasen, die die Erderwärmung anheizen. Deswegen sollten wir jede klimarelevante Maßnahme dahingehend überprüfen, welche Auswirkung damit für das Klima verbunden ist. Durch diesen Klimacheck ergibt sich ein maßgebliches Kriterium, das neben die finanzielle, soziale oder politische Folgenabschätzung tritt. Unabhängig von der Effizienz und Wirkmächtigkeit von klimaschützenden Einzelmaßnahmen werden wir als SPD Puchheim auch im Auge behalten müssen, wer denn die Hauptlast solcher verändernden Lebensweisen zu tragen hat. Klimaschutz hat eine soziale Komponente und nachhaltiges Handeln berücksichtigt gerade deswegen das gesellschaftliche Miteinander und die städtebauliche Entwicklung.

Von Pflanzen, Tieren und globaler Verantwortung

Stadtnatur in Puchheim

„Klimaschutz ist die zentrale Herausforderung für die Politik. Es geht um unsere Art des Lebens und um die Chancen für die nächsten Generationen. Aber wir wissen auch, dass Klimaschutz Geld kostet und dies sich nicht jeder gleich leisten kann. Deswegen müssen die Stärkeren mehr Verantwortung übernehmen. Das verstehen wir unter nachhaltigem Handeln.“

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und bedeutet dort, dass nur so viele Bäume geschlagen werden, wie für die nächsten Generationen wieder nachwachsen werden. Dieser Umgang mit natürlichen Rohstoffen muss das Prinzip für unser Handeln heute und morgen sein, damit wir nicht auf Kosten der Umwelt unserer Kinder leben und wirtschaften. 

Aktuell geht es bei nachhaltigem Handeln insbesondere um die Reduktion von klimaschädlichen CO2-Gasen, die die Erderwärmung anheizen. Deswegen sollten wir jede klimarelevante Maßnahme dahingehend überprüfen, welche Auswirkung damit für das Klima verbunden ist. Durch diesen Klimacheck ergibt sich ein maßgebliches Kriterium, das neben die finanzielle, soziale oder politische Folgenabschätzung tritt. Unabhängig von der Effizienz und Wirkmächtigkeit von klimaschützenden Einzelmaßnahmen werden wir als SPD Puchheim auch im Auge behalten müssen, wer denn die Hauptlast solcher verändernden Lebensweisen zu tragen hat. Klimaschutz hat eine soziale Komponente und nachhaltiges Handeln berücksichtigt gerade deswegen das gesellschaftliche Miteinander und die städtebauliche Entwicklung.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Grün, desto besserer Klimaschutz. Diese Formel gerät jedoch in Konflikt mit einer Vielzahl von Ansprüchen: Wir wohnen gerne in großen Häusern, wir bauen Straßen, wir produzieren Nahrung und Nutztiere, wir verbrauchen Rohstoffe für Wärme und neue Produkte. 

Für mich als Bürgermeister ist klar, dass diese Ansprüche durchaus berechtigt sind aber so wenig wie nötig und so naturschützend wie möglich eingelöst werden dürfen, wenn wir Umwelt- und Naturschutz als Grundeinstellung für nachhaltiges Handeln in Puchheim ernst nehmen. 

 

1. Grüne Städte planen

Stadtplanung und Flächennutzung

Puchheim hat in den letzten 15 Jahren kein Baurecht für neue Baugebiete ausgewiesen und damit weiteren Flächenfraß nicht zugelassen. Dieser zurückhaltende Ansatz berechtigt zu einer moderaten Flächenentwicklung in den Jahren 2020 bis 2026. Die Bebauung der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Alpenstraße ist eine Antwort auf den beständigen Siedlungsdruck in der Region. Wir wollen dieses Quartier als Vorbildmodell klimaneutral und ökologisch bebauen.

Der neue Flächennutzungsplan wird eine Wachstumsperspektive für Puchheim aufnehmen, wobei insbesondere für neue Wohngebiete genügend Natur als Parkanlagen oder grüne Lungen mit geplant werden müssen.

Grüne Oasen wie der Bründlpark, städtische Flächen wie der Kennedypark oder der Schopflachfriedhof, interkommunale Grünzüge wie der angedachte Regionalpark Ost zwischen Emmering, Olching, Eichenau und Puchheim müssen eine hohe ökologische Aufwertung erfahren: durch die Anlage von Biotopstandorten, durch die Renaturierung von Flussläufen oder die Entsiegelung von Flächen. Für den Böhmerweiher besteht die große Chance Freizeitnutzung und Naturschutz verträglich zu verbinden. Die Planungen des Erholungsflächenvereins sind sehr zielführend.

Die Freiflächengestaltungssatzung wird per Ortsrecht gegen Steinwüsten und Asphaltflecken in den Vorgärten vorgehen.

Eine Baumschutzverordnung halten wir zurzeit nicht sinnvoll, weil wir seitens der Puchheimer Bürgerinnen und Bürger eine hohe Wertschätzung und einen starken „Schutzreflex“ für die eigenen Bäume im Garten erleben. Mehr rechtlicher Schutz für Bäume kann über die Aufstellung und Neuordnung von Bebauungsplänen entstehen. 

 

2. Essbare Stadt und mehr ...

Stadtbeete und Dachbegrünung 

Die SPD Puchheim hat das Projekt Stadtbeete eingebracht und es ist wirklich ermunternd, wie sich die Hochbeete, Obstbäume und Bürgeräcker vermehren. Auf dem Weg zur Essbaren Stadt Puchheim wollen wir weitermachen, z.B. mit einer Permakulturfläche oder einer Saatguttauschbörse. Den Wochenmärkten kommt eine zentrale Bedeutung bei der Versorgung mit regionalen Lebensmitteln zu. Wir würden eine erneute Bewerbung als Ökomodellregion Brucker Osten befürworten.

Zum Programm Stadtbeete gehört aber auch, dass die Insekten, die zur Bestäubung der Obstbäume beitragen, wieder Lebensräume erhalten. Mit der Ansaat von Blütenwiesen und Blühstreifen wird dies ebenso kontinuierlich umgesetzt wie über Förderprogramme für Dachbegrünung und Heckenschutz auf Feldern. Wichtig ist ein gemeinsames Vorgehen für Landschaftspflege, auf das wir uns durch den intensiven Dialog mit den Landwirten von Anfang an verständigt haben.

Wir unterstützen weiterhin die pädagogische Arbeit in den Schulen oder in den Gartenbauvereinen und wollen das Umweltamt hierfür mit einem soliden finanziellen und personellen Budget ausstatten.

 

3.  Hund, Katze, Mau

Der Umgang mit Tieren 

Es ist sehr erfreulich, dass die Puchheimer Bauern in ihren Betrieben ökologisch und tierschutzrechtlich sehr verantwortlich arbeiten. Die Umstellung hin zu Ökobetrieben sehen wir als großen Beitrag zum Umweltschutz. Hier können die Bauern mit großer Unterstützung rechnen. Wir als SPD Puchheim sind gegen Großzuchtbetreibe und Maismonokulturen.

Die Landwirte, Flurbereinigungsgenossenschaft, Jagdgenossenschaft und die Gröbenbachgenossenschaft übernehmen in guter Abstimmung mit dem Umweltamt wertvolle Landschaftspflegemaßnahmen. Dadurch werden Rückzugsräume für Wildtiere oder Fische geschaffen und die Flur vor übermäßigem Wildtierbestand geschützt.

Die Saatkrähenpopulation in Puchheim ist naturschutzrechtlich geschützt. Daran gibt es nichts zu deuteln, auch wenn mittlerweile eine sehr große Kolonie eingerichtet hat. Dennoch muss und kann es gelingen, die Belastung für die Anwohnenden zu reduzieren. Ein erfolgsversprechender Weg ist die Umsiedlung der Kolonie mit Hilfe von Greifvögeln in die Außenbereiche. Diese Maßnahme will ich mit Falkner, Regierung und Umweltamt zusammen forcieren.

 

4. Lokal handeln – global denken

Verantwortung für die ganze Welt

Umwelt- und Komaschutz sind stark abhängig vom Verbraucherverhalten des Einzelnen. Gerade Schulen und Bildungseinrichtungen tragen zur Bewusstseinsbildung und Einstellungsveränderung bei. Über den Qualitätsfonds für Kinderbetreuung kann in diesem Bereich ein Schwerpunkt gelegt werden.

Die Stadt muss Vorbild sein, indem sie als Fair-Trade-Stadt beständig die Überprüfung der Handelns- und Lieferketten fordert, indem sie Sharing-Modelle in den Bereichen Mobilität, Geschirr anbietet oder indem sie Ausschreibungen für Baumaterialien mit menschenrechtsschützenden Kriterien hinterlegt. Für die Beschaffung und Verwendung von Geräten und Betriebsmitteln gilt es hohe klimaschützende Maßstäbe einzuhalten. Das ist Teil des Programms „Nachhaltige Verwaltung“. 

Als Bürgermeister werde ich dafür streiten, dass Organisationen wie CampoLimpo auch weiterhin mit finanziellen Mitteln rechnen können.

Es dreht sich was in Puchheim 

Nachhaltig Mobilitätskonzepte

„Klimaschutz ist die zentrale Herausforderung für die Politik. Es geht um unsere Art des Lebens und um die Chancen für die nächsten Generationen. Aber wir wissen auch, dass Klimaschutz Geld kostet und dies sich nicht jeder gleich leisten kann. Deswegen müssen die Stärkeren mehr Verantwortung übernehmen. Das verstehen wir unter nachhaltigem Handeln.“

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und bedeutet dort, dass nur so viele Bäume geschlagen werden, wie für die nächsten Generationen wieder nachwachsen werden. Dieser Umgang mit natürlichen Rohstoffen muss das Prinzip für unser Handeln heute und morgen sein, damit wir nicht auf Kosten der Umwelt unserer Kinder leben und wirtschaften. 

Aktuell geht es bei nachhaltigem Handeln insbesondere um die Reduktion von klimaschädlichen CO2-Gasen, die die Erderwärmung anheizen. Deswegen sollten wir jede klimarelevante Maßnahme dahingehend überprüfen, welche Auswirkung damit für das Klima verbunden ist. Durch diesen Klimacheck ergibt sich ein maßgebliches Kriterium, das neben die finanzielle, soziale oder politische Folgenabschätzung tritt. Unabhängig von der Effizienz und Wirkmächtigkeit von klimaschützenden Einzelmaßnahmen werden wir als SPD Puchheim auch im Auge behalten müssen, wer denn die Hauptlast solcher verändernden Lebensweisen zu tragen hat. Klimaschutz hat eine soziale Komponente und nachhaltiges Handeln berücksichtigt gerade deswegen das gesellschaftliche Miteinander und die städtebauliche Entwicklung.

In kaum einem anderen Feld wird derart kontrovers argumentiert als im Bereich Mobilität. Während die eine Seite am Modell der individuellen mobilen Freiheit festhält, kämpft die Gegenseite für ein Umdenken in Richtung mehr Gemeinschaftsnutzung durch ÖPNV und Mietmodelle. Festzuhalten ist zweifelsfrei, dass Mobilität im Umland Münchens immer häufiger zum Stillstand gekommen ist. Auf allen Ebenen: im alltäglichen Stau, im großflächigen Parken, im verschleppten S-Bahn-Ausbau, im fehlenden Platz für Radwege. 

Auf meine Initiative hin hat die Stadt Puchheim eine Verkehrsuntersuchung mit einem Radverkehrskonzept beauftragt. Die darin vorgeschlagenen Punkte werden Stück für Stück umgesetzt und auf der politischen Ebene werde ich mich weiter für übergreifende Verkehrsinfrastrukturprojekte engagieren.

Es hilft nichts: Wir müssen den langen Weg hin zu einer anderen Art der Mobilität Schritt für Schritt gehen. 

 

1. Die rote S4-West muss besser werden

Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs 

Damit die Leute weniger Auto fahren, muss für sie eine brauchbare Alternative zur Verfügung stehen. Das betrifft in erster Linie die S-Bahn: ohne starke Taktverdichtung, ohne zuverlässigere Zugeinsätze und ohne großzügigeres Platzangebot wird keine zusätzliche Kapazität geschaffen, so dass immer noch viele Pendler lieber im Stau stehen als in einer überfüllten S-Bahn auf irgendwelche Durchsagen hoffen. 

Ich bin Gründungsmitglied der Initiative S4-Ausbau-jetzt. Durch meine Gespräche mit dem Ministerium und dem Verkehrsminister hat sich auf Regierungsebene ein Problembewusstsein eingestellt. Die SPD Puchheim positioniert sich eindeutig gegen ein Planungsmoratorium und für eine Aufwärtskompatibilität des S4-West-Ausbaus.

Wenn es ein Schwarzbuch für schlechte Bahnplanung gäbe, dann würde der barrierefreie Bahnsteigausbau in Puchheim einen prominenten Rang erhalten. Die SPD Puchheim bestärkt in Übereinstimmung mit dem Senioren- und Behindertenbeirat ihre anfängliche Forderung eines barrierefreien Außenbahnsteiges Nord. Wir fordern eine zweite Querung bzw. Personenunterführung um die Zugangswege zu lenken und anzupassen. Wetterschutz, Warthäuser und Informationssysteme dürfen nicht als Minimalstandard eingerichtet werden. Insgesamt braucht es eine Umgestaltung des gesamten Bahnhofbereiches: Im Norden müssen Parkplatz, Fahrradweg, Busbahnhof, Abstellanlagen, Fußgängerströme und Aufenthaltsplätze neu geordnet werden. Im Süden braucht das Empfangsgebäude eine bauliche Aufwertung.

 

2. Von Bus zu Bus

Der öffentliche Personennahverkehr 

Landkreis und Stadt haben mittlerweile ein sehr gutes Busliniennetz aufgebaut. Dennoch gibt es noch viele Aufgaben und Verbesserungen. Die Jugendlichen haben bei Puchheim-for-future eine genauere Koordination der Fahrzeiten gefordert. Dieses Anliegen kann eingelöste werden, indem die Busfahrpläne intensiver verschränkt werden und die Fahrstrecken dem Bedarf weiter angepasst werden. Eine Schnellbusverbindung von Puchheim-Nord (z.B. Bäumlstraße) nach Germering fehlt und müsste ergänzt werden.

Ein Dynamisches Informationssystem, WLAN im Bus, streckenbezogene Tickets sind mittlerweile Stand der Technik. Puchheim ist für diese Technologien als Pilotkommune vorgesehen.

Wir fordern zusammen mit der Kreis-SPD ein 365-Euro-Ticket für den MVV Gesamtraum und vergünstige Sozialtickets.

Das ausgearbeitete Haltestellenkataster zeigt die notwendigen Arbeiten auf, die für barrierefreie Bushaltestellen notwendig sind. Sowohl die Wartehäuser als auch die Haltestellen müssen zügig und planmäßig nachgerüstet werden.

 

3. Ja, wir san mitm Radl da

Fahrradfreundliche Kommune Puchheim 

Es hat sich sehr viel getan: Fahrradstraßen, Schutzstreifen, neue Beschilderung, Reparaturstation, Radverkehrskonzept, Imagekampagnen, Stadtradelsieger, MVG-Leihstationen, Lastenfahrräder, Mit-dem-Rad-zur-Schule, Fahrradständer …

Das Fahrrad wird Puchheims wichtigstes Verkehrsmittel für alle Generation. Das ist unsere Vision. Viele Gründe sprechen für dieses Ziel: Die Trennung der Stadtteile Süd-Nord-Ort durch S-Bahn oder Umgehungsstraße macht die Radwege zur schnellsten und direktesten Verbindung. Es ist komfortabler eine Abstellmöglichkeit für das Rad direkt vor der Ladentür oder dem Sportzentrum zu finden als das Auto zu parken. Und natürlich ist das Fahrrad leiser, sauberer und gesünder.

Wie soll es in den nächsten sechs Jahren weitergehen?

  1. Die Planungen der überörtlichen Radwege entlang der Bahnlinie von Puchheim nach Eichenau und der Radschnellwege von München nach Fürstenfeldbruck müssen über die Machbarkeitsstudie hinaus konkretisiert werden. Die Stadt wird hierzu auf Puchheimer Flur mit Grundstücksankäufen die notwendigen Vorbereitungen treffen.

  2. Innerorts wird es zu einem intensiven Dialog mit der Bürgerschaft kommen müssen, welche Bereiche des Straßenraumes für welche Art der Mobilität vorgesehen werden soll. Dies betrifft insbesonder den Umbau von Parkstreifen entlang der Straßen.

  3. Die zentrale Achse Lochhauserer Straße benötigt eine Gesamtkonzept. Die stark frequentierten Plätze (STADTMÖITTE; AHP, Bahnhof Nord) sollen als shared space-Bereich ausgewiesen werden.

  4. Kampagnen können und sollen vor allem die folgende Generation für Beweglichkeit bei der Mobilität motivieren, so dass das Elterntaxi eingestellt wird, dass auf dem neuen Verkehrsübungsplatz an der Grundschule Süd sicherere Radfahren trainiert wird und dsss jeder Kindergargen über Laufräder verfügt.

 

4. Leihen – Laden – Löhnen

Infrastruktur für nachhaltige Mobilität 

Puchheim wird 2021 mindestens zwölf Stationen der MVG-Rad haben, so dass Fahrräder, Elektropedelecs oder Autos von Stattauto schnell, günstig und unkompliziert ausgeliehen werden können. Gerade die jüngere Generation verzichtet gerne auf das eigene Auto, wenn sie bei Bedarf Autos leihen kann. Ich erachte es als gute Ergänzung, dass auch ein kleinerer Transporter der Caddy-Klasse für Ausflüge mit Fahrrädern, für Einkäufe im Möbelhaus oder für den Abtransport von Gartenschnitt zum Verleihen bereitsteht.

Da ein wesentlicher Teil der PKW-Flotte in Zukunft elektrisch unterwegs sein wird, braucht es dafür ein ausgebautes E-Ladesäulen-Netz. Über die KommEnergie haben wir die Grundausstattung geschaffen, die ausgeweitet werden kann. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Autohändlern wird E-Mobility einen höheren Anteil bekommen. 

Die Fahrzeuge der Stadt sind bereits dort auf Elektroantrieb umgestellt, wo der Markt leistungsfähige Lösungen anbietet. Die Entscheidung über den eingesetzten Energieträgern (Strom, Gas, Wasserstoff) ist jeweils auf die Klimaauswirkung und die Praktikabilität offen zu prüfen. E-Mobilität macht nach meiner Überzeugung nur dann Sinn, wenn Ökostrom geladen wird. Das ist über die KommEnergie, die 100% Ökostrom liefert, gewährleistet.

Da die Autos, Wohnmobile, Anhänger, Cabrios, Transporter usw. immer mehr werden, werden wir auf Dauer nicht darum herumkommen, den knappenöffentlichen Parkraum zu regulieren. Das kann einerseits durch Parkraumbewirtschaftung, also zu bezahlende Parkplätze im Stadtzentrum geschehen, aber auch durch kostenpflichtige Abstellflächen für Dienstfahrzeuge, Camper oder Anhänger in den Gewerbegebieten.

Weniger - Effizienter - Regenerativer

Der Umgang mit Energie

Energie ist Lebenselixier für Wohnen, Mobilität, Wirtschaft. Ohne Energie wird es nicht warm, dreht sich nichts und wird nichts hergestellt. Wenn es um nachhaltige Energienutzung geht, dann sind damit drei Ebenen angesprochen:

  1. Wir müssen lernen unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden

  2. Dort wo man Energie nutzt, muss der Wirkungsgrad erhöht werden.

  3. Energie kann überverschiedene Energieträger zur Verfüugung gestellt werden, wobei Gas, Kohle, Öl, Atomenergie enorme negative Folgen verursachen. Deswegen muss der Umstieg in Richtung regenerative Energieproduktion gelingen.

Bei kommunalen energiepolitischen Entscheidungen müssen alle drei Stellschrauben gleichzeitig und abgestimmt gedreht werden.

 

1. Brüder auf zur Sonne

Regenerative Energieproduktion 

Die größte Ressource für die Erzeugung regenerativer Energie liegt in Puchheim in der Sonne. Dieses Potenzial müssen wir verstärkt nutzen, indem wir bei jedem neuen öffentlich gebauten Gebäude PV-Anlagen installieren. Das haben wir bereits auf der Grundschule Gernerplatz und bei den Modulhäusern in Puchheim-Ort so gemacht. Photovoltaik kann und soll jedoch auch in Bürgerverantwortung entstehen: als Eigenanlage auf dem eigenen Wohnhaus, als Mieterstrommodell (Z.B. Betreutes Wohnen Wohnpark Roggenstein), oder als genossenschaftlich organisierte Freiflächenanlage. Die SPD Puchheim will diesbezüglich sogenannte Balkon-PV-Module fördern lassen, mit denen auch Mieterinnen und Mieter zum Energieproduzenten werden können.

Bei den großen Gebäudekomplexen Gernerplatz, Sportzentrum, STADTMITTE muss der Einbau von BHKW-Anlagen geprüft werden, die mit Biogas betrieben wesentlich klimaneutral zur Wärmeproduktion beitragen.

Als Aufsichtsratsvorsitzender der KommEnergie GmbH verfolge ich beharrlich die Ausweitung der regenerativen Energieproduktion. Dies kann durch Beteiligung an Windkraftprojekten, über Freiflächenphotovoltaik oder durch Dienstleistungsverträge für bestehende Anlagen umgesetzt werden.

 

2. Beratung in allen Energielebenslagen

Energiekonzept – Energieagentur – Energieberatung 

Nach der Entscheidung gegen die Geothermie in Puchheim hat die SPD Puchheim die Initiative ergriffen, ein energiepolitisches Gesamtkonzept für die Stadt einzufordern. Diese mehr als notwendige Planungsgrundlage wurde von den anderen Fraktionen abgelehnt. Wir werden diesen Ansatz weiterverfolgen, da es klar ist, dass es ohne Vernetzung der vielen kleinen Energiebausteine keine durchschlagende regenerative Energieversorgung vor Ort geben wird.

Über einen Energiebeirat, einen Arbeitskreis Energie oder eine Energieagentur kann diese Arbeit fachlich kompetent, interkommunal und parteiübergreifend koordiniert werden.

Regenerative Energie kostet mehr und man muss sie sich leisten können. Das beste Mittel gegen erhöhte Energiekosten ist die Senkung des eigenen Verbrauches. Hierzu braucht es finanziell geförderte Beratung. Diese Art der Förderung erreicht dann auch Leute, die in Miete wohnen oder keine Möglichkeit zum Austausch von Heizungspumpen haben.

In Puchheim ansässige Firmen und Initiativen, die Beiträge im Sinne einer nachhaltigen Beschränkung der Klimaerwärmung liefern, sollen nach Ansicht der Puchheimer SPD ausgezeichnet und mit öffentlicher Aufmerksamkeit belohnt werden.

  

3. Unser eigenes Stadtwerk

Die KommEnergie GmbH 

Die Erfolgsgeschichte der KommEnergie ist ein hart erarbeiteter Beitrag, der sowohl die Energiewende als auch den kommunalen Haushalt nach vorne bringt. Als Aufsichtsratsvorsitzender der KommEnergie setzte ich mich klar dafür ein, den Kunden ausschließlich mit Ökostrom zu versorgen. Dieses Alleinstellungsmerkmal und die regionale Anbindung machen die KommEnergie aus.

Die KommEnergie wird in Zukunft als der Dienstleister für nachhaltige Energielösungen auftreten. Dies wird sich beim Einbau von Smartmetern zeigen, aber auch die Installation und der Betrieb von PV-Anlagen, Speicher oder Wärmepumpen werden zum Geschäft der KommEnergie gehören. 

Wer sein Auto oder sein Haus mit klimaschonender Energie nutzen will, erhält von der KommEnergie eine Lösung aus einer Hand. Dazu wird ab 2020 auch der Bezug von Biogas für Heizungen gehören.

 

4. Müll ist Wertstoff

Mülltrennung und Abfallentsorgung 

Die Puchheimer sind Experten der Müllverwertung. Die Hausmullfabrik hat über ein halbes Jahrhundert lang mit einer der modernsten Anlagen der damaligen Zeit den Abfall einer Großstadt sortiert und deponiert. Mehr „Zurück zur alten Zeit“ wäre auch heute angebracht, wenn es um die Vermeidung von Müll geht. Repaircafe, Recycling, Reuse, Verbot von Einmalgeschirr, fairer Einkauf, Unverpacktläden, Hofflohmärkte, Gebrauchtwarenladen, Tauschringe, Geschirrmobil, Vernetzt-Taschen: all das sind Projekte, die in die richtige Richtung gehen und unterstützt werden müssen. Wenn wir den Kauf und Einsatz von Wassersprudlern fördern, könnten wir eine Menge an Müll sparen, weil Plastikummantelungen der Gebinde und Plastikflaschen wegfallen.

 

Dennoch bleibt eine Menge an Abfall übrig. Das Müllsystem des Landkreises muss reformiert werden. Aktuell fährt das Müllauto viermal in jede Straße, um vier verschiedene Tonnen abzuholen. Und die Leute müssen zusätzlich mit dem Auto Kunststoffe oder Gartenschnitt zum Wertstoffhof bringen. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht eine praktikable und intelligente Lösung für die Bioabfälle und die Kunststofftonne, damit Fehlwürfe unterbleiben und die Recyclingquote steigt. Dies ist zwar eine Kreisaufgabe, betrifft aber alle vor Ort an den Wertstoffhöfen oder bei der Sperrmüllentsorgung in der Planie.

In der Stadt sind mittlerweile sehr viele Mülleimer aufgestellt. Dies soll nicht dazu verleiten, dass die Verantwortlichkeit für den Müll an die Stadt abgegeben wird. Ich finde, dass auch im Tal die gleiche Regel gelten soll wie auf dem Berg: jeder nimmt seinen eigenen Abfall mit nach Hause.

#wirhandelnNACHHALTIG

Ein gutes Leben für alle, für das sich die Puchheimer SPD einsetzt, wird durch den menschengemachten Klimawandel immer stärker bedroht. „Alle“ sind für uns dabei nicht nur alle heute lebenden Menschen, Pflanzen und Tiere, sondern auch die gerade Geborenen und die später Geborenen. Wir haben daher die notwendigen Anstrengungen für den Stopp des Klimawandels unter den Begriff der „Nachhaltigkeit“ gestellt.

Wenn nicht sofort und entschieden die Klimaerwärmung gebremst und später gestoppt wird, wird in vielen Regionen der Welt ein Leben überhaupt nicht mehr möglich sein, geschweige denn ein gutes Leben für alle. Die Industrienationen mit ihrem ganz überwiegenden Anteil an der Klimaerwärmung tragen hier eine spezielle solidarische Verantwortung für den Teil der Weltbevölkerung, den der Klimawandel hart trifft und treffen wird.

Die SPD Puchheim wird sich daher in den nächsten sechs Jahren für die prioritäre und durchgängige Berücksichtigung von klimafreundlichen Faktoren vor Ort und in globaler Verantwortung bei allen Stadtratsbeschlüssen einsetzen. 

#wirlebenKLIMA #wirlebenUMWELT #wirlebenPUCHHEIM

Norbert Seidl

Ihr Bürgermeister.

Miteinander für Puchheim.

www.facebook.com/NorbertJSeidl

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